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Blut ist dicker als Wasser - eine Jubiläums Fanfic (Dominik/Jasmin, Katrin/Jo, EmPa)

KasminFan -
31.03.2012, 11:45
Inhalt: Gerner hat einen Teilsieg gegen Linostrami errungen. Die elf Millionen Euro gehören wieder ihm. Dafür ist es Linostrami mithilfe von Bestechung und guten Anwälten gelungen, freizukommen. Patrick, Dominik und Jasmin machen sich große Sorgen deswegen. Nur Gerner scheint in Linostrami keine Gefahr mehr zu sehen. Gemeinisam mit Katrin bereitet er eine große Feier für Metropolitan Trends vor, doch dann kommt es zur Katastrophe...
Anmerkung und Danksagung: Ich habe diese Geschichte im Januar/Februar angefangen zu schreiben. Daher können Tatsachen von dem tatsächlichen Serienverlauf abweichen. Betrachtet diese Gesichte also als eigenes Universum, in dem einiges anders ist als im Fernsehen geschehen. Diese Geschichte schreibe ich allein! Ihr seid aber herzlich eingeladen, mir Feedback zu dieser Geschichte zu geben.


Die Erde zitterte. Gestein bröckelte von den Wänden, Geschirr zerbrach. Die Menschen flohen in Panik nach draußen.
Jasmin wusste nicht, wie lange sie unter dem Geröll schon lag. Sie hatte Schmerzen. Eine Eisenstange steckte in ihrem rechten Bein, das sie kaum noch spürte. Es fiel ihr schwer, bei Bewusstsein zu bleiben, aber wenn sie jetzt ohnmächtig wurde, konnte sie niemanden mehr auf sich aufmerksam machen.
Plötzlich hörte sie jemanden ihren Namen rufen. Es klang wie ein schwaches Echo. Jasmin versuchte die Augen offen zu halten, aber ihre Lider fühlten sich schwer an. So schwer.

++++++++++

Vier Tage vorher:
Ein Golden Retriever jagte einer Frisbee-Scheibe hinterher, fing sie in der Luft auf und brachte sie schwanzwedelnd seinem Herrn zurück, wofür er ein Leckerchen erhielt. Auf einer großen Wiese gegenüber veranstaltete eine kleine Familie ein Picknick. Überhaupt verteilten sich überall auf dem Rasen Menschen, die die ersten Sonnenstrahlen dieses Frühlings genossen.

Jasmin zog das Tempo ein wenig an, obwohl sie Pia längst hinter sich gelassen hatte. Warum sie so gut in Form war, konnte Jasmin sich selbst nicht erklären. In den letzten Wochen hatte sie nur gearbeitet. Tags über im Mauerwerk und Nachts an neuen Entwürfen.
KasminFan -
31.03.2012, 12:04
Sicher, sie hätte das alles leichter haben können, wenn sie Katrins Hilfsangebot angenommen hätte, aber Jasmin wollte sich eben nicht sagen lassen, dass sie so erfolgreich war, weil Mami ihr ständig Geld gab. Die Leute mussten sie doch dann für total verwöhnt und versnobt halten! Schade, dass Katrin das als persönlichen Angriff auf sich sah und ihr Kontakt sich in den letzten Wochen nur auf das Allernötigste beschränkt hatte. Jasmin vermisste ihre Mutter. Sehr sogar!

An einem Baum hielt Jasmin an, rutschte an der Rinde herunter und setzte sich atemlos ins Gras. Pia folgte ihr wenige Minuten später.
„Du. Hast. Gewonnen!“, ließ Pia ihre beste Freundin außer Atem wissen.
„Danke!“, stöhnte Jasmin erschöpft. „Wir hätten daran denken sollen, uns was zu trinken mitzunehmen.“
„Du hast recht.“ Pia überlegte kurz. „Dann stärken wir uns eben im Vereinsheim. Ich lade dich auch ein.“
Jasmin grinste. „Das ist doch mal ein Wort!“
Pia half ihrer Freundin hoch und gemeinsam verließen sie den Park.

Pia war so guter Laune, dass sie die ganze Zeit über belanglose Dinge plapperte. Es schien sie dabei nicht im Geringsten zu stören, dass ihre Freundin nur mit halbem Ohr hinhörte.
Jasmin grinste. Pia war ein herzensguter Mensch, konnte jedoch manchmal ganz schön anstrengend sein. Doch anders hätte Jasmin ihre beste Freundin auch nicht haben wollen. Es war diese Unbeschwertheit und Offenheit von Pia, die Jasmin davon abhielt, ständig darüber nachzudenken, was in den vergangenen Jahren alles geschehen war: Der Missbrauch, die Wahrheit über Katrin, der Prozess gegen Katrin, die Trennung von Dominik, Dominiks Unfall, Dominiks Entführung, Dominiks Drogensucht, die beinahe Pleite ihres Ladens, das inzwischen wieder angespannte Verhältnis zu Katrin....Jasmin wusste nicht, was sie ohne Pias Hilfe und ihren unerschütterlichen Optimismus getan hätte. Dagegen kam sie selbst sich wie eine miese Freundin vor, auch wenn Pia ihr stets versicherte, dass das nicht der Fall war.
Maike1982 -
31.03.2012, 14:53
Geht es noch weiter ;-)?
KasminFan -
31.03.2012, 21:48
Ja, wenn ihr Interesse an einier Fortsetzung habt. Die Geschichte umfasst schon über 70 Seiten. :) Anfang nächster Woche würde die Forsetzung kommen, wenn ihr wollt. Ich wollte mehr posten, aber leider kann man hier im Forum nicht allzu lange Postings machen und ich hatte Probleme, an meinen ersten Beitrag weitere anzuhängen. :(
buffy1911 -
01.04.2012, 08:18
Supergeile Story , dass mit dem posten hier ist nich so einfach das habe ich bei meiner Fanfiction auch gemerkt, deshalb poste am besten weiter bei der Fanfiction Seite ist glaub ich besser , bin gespannt auf die Fortsetzung , kannste heute bitte weiter schreiben . Bitte Bitte das wär sehr nett.:)
Maike1982 -
01.04.2012, 10:01
Ich find sie auch super, da sie sich nämlich jetzt schon 100 mal besser anhört als die echte Folge 5000 ;-) Würd mich auch freuen.
KFG84 -
01.04.2012, 14:08
Die Story is echt super, weiter so :)
Freu mich schon wenns weiter geht ;)
Laahm hoch 3!!!
Herr!! Bitte lass Hirn regnen!!!
KasminFan -
01.04.2012, 14:30
Wow! Danke für eure lieben Worte! Mit so viel Resonanz hätte ich nie gerechnet! :) Natürlich werde ich weiterposten, wenn ich weiter so liebes Feedback von euch bekomme. Ich entschuldige mich schonmal falls es zu Verwirrung gibt, weil einige Details vom Storyverlauf im Fernsehen abweichen. Ich habe die Story Ende Januar/Anfang Februar angefangen zu schreiben. Da war vieles nicht bekannt, was in den Folgen derzeit passiert.
Hier also auf vielfachen Wunsch mehr...

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Jasmin blieb stehen. Etwas auf der gegenüberliegenden Straßenseite riss sie aus ihren Gedanken. Es war Katrin, die gerade die Redaktion von Metropolitan Trends verließ. Als sie Jasmin entdeckte, blieb auch Katrin stehen. Einen Augenblick sahen sich Mutter und Tochter schweigend an.
Jasmin konnte schwer abschätzen, ob Katrin ein Signal von ihr erwartete oder ob sie wütend war, dass ihre Tochter einfach nicht bereit war, ihr Geld anzunehmen. Jasmin hatte das Gefühl, in Katrins Augen nichts wert zu sein, weil sie so eine, in den Augen ihrer Mutter, niedere Arbeit machte wie kellnern. Dabei hatte Jasmin gehofft, ihre Mutter würde ihr sagen, im Grunde sei sie stolz, dass Jasmin es allein schaffen wollte. Stattdessen zeigte Katrin ihr immer nur, dass sie enttäuscht war.

Tränen traten Jasmin in die Augen. Sie war bitter enttäuscht von ihrer Mutter und verstand jetzt besser, was Dominik gemeint hatte, als er ihr vorgeworfen hatte, wie Katrin zu sein. War sie wirklich genauso oberflächlich gewesen? Waren die Menschen für sie nur etwas wert gewesen, wenn sie einen angesehenen Beruf ausübten und sich in den höchsten gesellschaftlichen Kreisen bewegten? Oder war Jasmin nur deshalb anscheinend oberflächlich gewesen, weil sie wie jede andere Tochter wollte, dass ihre Mutter stolz auf sie war?

Pia war schon fast am Vereinsheim angekommen, als sie merkte, dass Jasmin ihr nicht folgte. Verwundert drehte sie sich um. Aber als ihr Blick Jasmins folgte, verstand sie, was ihre Freundin zur Salzsäure erstarren ließ. Sanft legte sie Jasmin einen Arm um die Schulter. „Na? Willst du nicht mit ihr reden?“
Katrin wandte sich ab und stieg in ihren BMW, der vor dem Townhouse parkte.
Entschlossen wischte sich Jasmin die Tränen ab. „Nein. Der Zug ist abgefahren. Komm, lass uns reingehen.“
„Aber sie ist deine Mutter. Du vermisst sie doch!“
KasminFan -
01.04.2012, 14:31
„Aber ich bin nicht gut genug für sie. Hast du nicht gesehen, wie sie mich angesehen hat? Sie hält mich für eine Enttäuschung!“ Tränen kullerten Jasmin über die Wange. Sie wischte sie weg, doch es kamen immer neue nach und es gab nichts, was sie dagegen tun konnte.
Pia schmerzte es sehr, ihre Freundin so leiden zu sehen. Mitleidig schloss sie Jasmin in ihre Arme. „Mensch, Süße! Das mit deiner Mutter wird schon wieder. Hey, ich weiß, dass sie dich liebt.“
Jasmin lächelte tapfer, doch überzeugt war sie nicht, dass sie ihrer Mutter irgendwie wichtig war. Vielleicht wollte Katrin sie lieben, aber sie konnte es nur, wenn die Menschen so funktionierten, wie sie es gerne hätte. Oder so erfolgreich waren, wie sie sich das wünschte.

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Gerner nippte gelegentlich an der Tasse Kaffee, die neben ihm auf dem Tresen stand, während er die Post überflog. Richtig konzentrieren konnte er sich sowieso nicht. Ob er es wollte oder nicht, seine Gedanken drifteten immer wieder zu Katrin. Noch immer war es ihm unbegreiflich, wie seine Frau plötzlich die Scheidung verlangen konnte.
Ja, die Familie erlebte gerade eine schwere Zeit, aber schwere Zeiten hatte es auch früher schon gegeben. Der Kampf gegen Nowak hatte es doch gezeigt! Wenn es darauf ankam, waren sie füreinander da.
„Du in Gedanken versunken, das ist kein gutes Zeichen.“, grinste Dominik seinen Vater an als er die Treppe herunter kam und den Kaffeeautomaten ansteuerte.
„Hallo, Dominik.“, murmelte Gerner tonlos und ohne aufzublicken, was wiederum Dominik sich besorgt zu ihm umdrehen ließ.
KasminFan -
01.04.2012, 14:32
Die Kaffeemaschine gab ein lautes Pfeifen von sich als sie die Bohnen mahlte und ein leises Zischen als der Kaffee in die Tasse gegossen wurde. Dominik schnappte sich seine Tasse und gesellte sich zu Gerner an den Tisch.
„Dad, ist alles in Ordnung?“, erkundigte er sich.
Die Besorgnis in der Stimme seines Sohnes ließ Gerner aufblicken. „Wenn du auf die Trennung von Katrin anspielst: Danke, mir geht es bestens! Ich bin über sie hinweg!“
Dominik glaubte seinem Vater nicht, aber Katrin war auch nicht der Anlass seiner Frage gewesen. „Nein, ich meinte eigentlich Linostrami. Er ist wieder auf freiem Fuß. Macht dir das keine Sorgen?“
„Linostrami wird wohl kaum so dämlich sein, sich an unserer Familie nochmal zu vergreifen. Das würde auffallen.“ Mit seinem süffisanten Grinsen griff Gerner nach seiner Tasse und trank. Ihm würde es gefallen, wenn endlich zweifelsfrei bewiesen werden könnte, dass dieser Mann ein Verbrecher war.
„Du hast ihm elf Millionen Euro weggenommen.“
„Die uns gehören!“, erinnerte Gerner seinen Sohn scharf.
Dominik neigte den Kopf ein wenig zur Seite. Über den Rand seiner Tasse hinweg sah er seinen Vater unverwandt an, um herauszufinden, ob seine Gelassenheit gespielt war und er sich in Wahrheit wirklich Sorgen wegen Linostramis Rache machte. Dominik hoffte fast, dass es so war. Einen Mann wie Bajan Linostrami durfte man nicht unterschätzen, so viel hatte ihn die Entführung gelehrt.
Ruhig setzte Dominik seine Tasse wieder ab. „Das spielt für ihn keine Rolle. Dad, er hat dir gedroht!“
Gerner winkte entnervt ab. „Ach, das war doch bloß ein Bluff! Glaub mir, Dominik, wir müssen uns nur darum sorgen, wie wir unsere Frauen zurückbekommen.“
Dominik grinste. „Ich dachte, du wärst über Katrin längst hinweg.“
„Werd' ja nicht frech!“, wies ihn Gerner gespielt streng zurecht. „Als ob du Jasmin nicht vermissen würdest!“
 
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